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Der Himmel …

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Wenn wir in diesen Tagen aus dem Fenster schauen, ist der Himmel – und damit oft auch unsere Stimmung – leider eher grau.

Schaue ich mir Darstellungen des Himmels im Internet oder auf Kirchenbildern an, dann glänzt er meist als Wolkenparadies und ist vollgestopft mit Engeln und ewigem Harfenspiel.

Aber ist das wirklich der Himmel? Oder was darf ich mir unter „Himmel“ oder „Reich Gottes“, wie es oft in der Bibel genannt wird, vorstellen?

Für Jesus war der Himmel ein realer Ort und einer für den er ziemlich klare Bilder vorgelebt hat. Eines, und das ist eines meiner liebsten Geschichte, ist das von der Hochzeit zu Kanaan. Zu einem Zeitpunkt, als die Hochzeitsgesellschaft den Wein schon längst ausgetrunken hatte, kommt Jesus und wandelt ca. 600 Liter Wasser in Wein um.

Und das ist Jesu erster öffentlicher Auftritt, mit dem er klar machen will, wofür der Himmel, das Reich Gottes, steht: Eine ewige Feier. Ein Ort der Freude. Ein Ort der Zufriedenheit. Ein Ort der Gemeinschaft. Ein Ort der ewigen Party.

Und es gibt weitere Bilder für den Himmel. Fangen wir mit dem an, was es dort nicht gibt:

Der Tod wird nicht mehr sein (Offb. 21,4), auch keine Tränen (Offb. 21,4), und kein Schmerz (Offb. 21,4), kein Neid (Gal. 5,21), kein Fleisch und Blut (1. Kor. 15,50) und auch kein „Fressen und Saufen“ (Gal. 5,21). Das finden vielleicht einige schade, aber Fressen und Saufen ist etwas anderes als Essen und Trinken zu genießen.

Aber wie ist er denn nun?

Die Bilder der Bibel sind ebenso geheimnisvoll, aber auch spannend: Wie eine „geschmückte Braut“ (Offb. 21,2) oder ein Haus des Herrn, das viele Wohnungen hat, also eine Art WG mit Gott (Joh. 14,2f). Ebenso gleich der Himmel einem Schatz (Matt. 13,44) und ist reich, wie ein Netz voller Fische (Matt. 13,47). Außerdem wird er als unvorstellbar schön beschrieben. Ein Ort, den hat noch kein Auge gesehen, noch kein Ohr gehört (1. Kor. 2,9) … vom Riechen steht da allerdingsnix….

Der Himmel ist aber nicht nur einfach ein Ort, der im Jenseits auf uns wartet – irgendein Zustand, der nach dem Tode mal sein wird, sondern der Himmel ist eine Größe, die hier und jetzt Relevanz hat. Und die hier und jetzt beginnt.

Nämlich in all den Momenten, wo wir es mit Menschen aushalten, die einfach nur schwierig sind. In all den Momenten, wo wir Hände von Menschen halten, die selbst schon jede Hoffnung verloren und aufgegeben haben. In all den Momenten, wo wir uns jetzt und hier für das Wahre und das Gute einsetzen.

Der Himmel wird kommen, das ist definitiv sicher und klar. Und weil das so toll ist, lohnt es sich, sich schon jetzt für all das Gute einzusetzen, was im Himmel einmal ganz und gar und vollendet sein wird. Der Himmel wird kommen.

 

Diakon Lars Sörensen, Lübeck-Travemünde