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Monatsandacht – 7 Wochen anders leben?!

Nachrichten an, Zeitung auf und es erschlägt mich: Krieg, Flucht, Vertreibung, Mord, Betrug, Ausbeutung, Ungerechtigkeiten, Umweltkatastrophen, Qualen, … die Liste kann lange fortgeführt werden.

Ich stehe davor und bin überfordert ob der Vielzahl und Vielfalt an Schlechtem in dieser Welt.

Was kann ich hier überhaupt bewirken, ist es nicht sowieso zwecklos? Dann brauch ich gar nicht erst anzufangen und kann jedes Engagement sein lassen! Oder?

Mit dem Aschermittwoch, in diesem Jahr dem 1. März hat die Passionszeit begonnen.

7 Wochen lang bis Ostern sind wir sind aufgerufen, uns mit dem Leid dieser Welt zu beschäftigen und wir sind aufgerufen, uns mit uns zu beschäftigen, das Leid in uns bewusst werden zu lassen.

Berechtigter Einwurf: ja und dann, bin ich doch genauso überfordert wie vorher!

Vielleicht hast du schon einmal von der Fastenaktion: „7 Wochen anders“ gehört.

Wenn wir etwas an unserer Routine verändern, wird unsere Seele aufgerüttelt. Wir nehmen unsere Umgebung wieder intensiver wahr und werden offen für Veränderung. Dies ist der erste Schritt, um die Welt zu verändern, bei uns selbst anzufangen.

Ich lade dich ein: probiere aus, etwas an deinem Alltag zu verändern. Neben den allzu lieben Dingen auf die man verzichten kann (7 Wochen ohne Schoki, Fleisch, Zucker, Fernsehen, Handy,…), gibt es auch viele Möglichkeiten, durch ein sich bewusst Zeit nehmen, seine Seele aufzuwecken.

Ideen gibt es viele: 1 wöchentliches Engagement in einer sozialen Einrichtung, ½ Stunde Stille am Tag, 1x wöchentlich sich auf eine Bank setzen und mit Menschen ins Gespräch kommen und ihnen zuhören, sich am Tag Gebetszeiten einplanen, jeden Tag 10 min sich in einen Park stellen und die Natur beobachten … .

Neben dem sich bewusst werden und sich selbst verändern, ist es wichtig, dies mit anderen Menschen zu teilen:

Ich möchte dich auch einladen, in den nächsten 7 Wochen: suche Themen, die dich beschäftigen, belasten, überfordern und trage sie in deine Gruppe, deinen Freundeskreis, mach sie einfach zum Thema.

Und dann sucht gemeinsam nach Lösungen, ladet euch jemanden ein, der in diesem Thema fit ist, redet, diskutiert, nehmt euch Zeit und betet – kommt mit Gott ins Gespräch.

Vielleicht sagst du jetzt, 7 Wochen, dass schaff ich nicht! Es stehen Klausuren und so viele Termine an. Oder du hast erst Mitte März davon gehört, gelesen. Fang einfach an.

Wir sind selbst fähig, ein kleines Stück diese Welt zu verändern und als Christen haben wir außerdem die tolle Zuversicht, dass auf all dies Leid Ostern folgt und mit der Auferstehung auch die Überwindung allen Leids, sogar des Todes und der Beginn von etwas Neuem möglich wird.

 

Maria Lachmann