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Andacht: Bibel und Kuscheldecke

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Bild: freepic.com

 

Es ist nun November.

Der Herbst ist spürbar eingekehrt. Das Laub liegt herum. Die Vögel sind fast komplett weggezogen. Die Sonne scheint kaum noch. Die Tage werden schneller dunkel. Und das Wetter lädt ein, mit Decke vorm Kamin zu sitzen.

Diese alljährliche Atmosphäre wird von Corona fest umklammert. Ein zweiter „soft-Lock“ ist nun in Kraft und wir sind angehalten unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.

Doch dabei brauchen wir doch so sehr soziales Miteinander und Gemeinschaft. Besonders unser Glaube wächst in Gemeinschaft und, so geht es mir jedenfalls, spüren wir dort Gottes Gegenwart am Stärksten.

Was also tun in dieser Zeit?

Mein Tipp ist an euch und an mich selbst, auch diese nun vor uns liegende Zeit zu nutzen und das Beste ihr abgewinnen. Nutzen wir doch einfach die Zeit zur Entspannung und besonders zur Einkehr.

Luther hatte vor gut 500 Jahren sich auch unfreiwillig in Quarantäne begeben und kehrte in sich, um sich seinen Quellen der Kraft und Motivation und seiner Überzeugung wieder bewusst zu werden.

Er nutze die ihm gegebene Zeit best möglich und übersetzte die Bibel, so dass der Grundstein gelegt werden konnte, dass ein*e Jede*r von uns nun heute sich seines Glaubens bewusst werden lassen kann; auch seinen persönlichen Glauben formen kann, indem wir eigenständig uns mit unseren Fragen und Kritiken, sowie dem Wort Gottes auseinander setzten können.

Kehre Du in dieser Zeit in dich, wenn dir der Weg nicht zu weit ist und mache dir bewusst, wo deine Orte der Kraft sind was deine Motivation ist, was dein Glaube ausmacht.

Das kannst du wunderbar bei Kerzenschein und in Decke eingekuschelt machen.

Und wenn Du einmal reden möchtest: Deine Freunde und auch wir vom Jugendpfarramt sind auch nur ein Telefonat oder eine WhatsApp-Nachricht entfernt.

Diakon Basti Schütt, Lübeck