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Kreuz, Herz & Anker statt Konsum, Hektik & Aggression

Moin, ich bin Nils (19) – seit September der neue BFD-ler im Jugendpfarramt.

Ich habe mir vor kurzer Zeit am Handgelenk ein Tattoo stechen lassen: eine Mischung aus Herz, Kreuz und Anker.

In der Bibel steht im 1. Korinther 13,13: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen“.

In dem Tattoo wird der Glaube durch das Kreuz dargestellt, die Hoffnung durch den Anker und die Liebe durch das Herz. Ich habe mir dieses Tattoo aus mehreren Gründen stechen lassen:

Ein Grund ist die Außenwirkung: Ich bin Christ und ich stehe dazu. Unabhängig davon wie andere Menschen darüber denken. Es geht zu einem Teil auch darum mit Leuten ins Gespräch über die Bedeutung des Tattoos  und somit auch über die meines Glaubens ins Gespräch zu kommen. Es ist wichtig sich über seinen Glauben auszutauschen und nicht nur in seinem stillen Kämmerlein vor sich hin zu beten. Und auch  unabhängig davon welcher Religion wir angehören ist es wichtig das wir miteinander reden und diskutieren.

Aber der wichtigste Grund ist für mich selbst als Erinnerung, wodurch mein Handeln bestimmt sein sollte. Nämlich durch die Nächstenliebe, durch meinen Glauben an Jesus und die Hoffnung, dass alle Menschen, die zu Jesus finden möchten, ihren Weg gehen, das zu schaffen.

Das merke ich gerade jetzt zur Advents- und Weihnachtszeit, wo durch Stress und Hektik manchmal das eigentliche Ziel des Advents (lateinisch: adventus Domini = Ankunft des Herrn) verloren geht.

Ich denke, die Adventszeit sollte eher eine Zeit des freudigen und entspannten Wartens auf die Ankunft Jesu sein, als ein Ärgernis darüber, was vor Heiligabend noch alles zu erledigen ist. Lieber ein gemeinsames am Karmin-oder-im-Wohnzimmer-Sitzen und gemütlich Kekse essen, als durch die Stadt rennen, weil die Deko noch nicht perfekt ist oder noch die ein oder andere Weihnachtskarte fehlt.

Der Sinn von Weihnachten ist für mich nicht, uns damit zu stressen, wie perfekt alles sein muss, sondern es geht darum mit der Familie und Freunden in einer endstressten Umgebung auch die Geburt Jesu zu feiern. Denn er hat uns schließlich viel geschenkt: Glaube – Liebe – Hoffnung.

Kreuz, Herz und Anker kommen für mich einfach besser rüber, als Konsum, Hektik und Aggression.

In diesem Sinne noch eine fröhliche Zeit des warten oder anders gesagt Adventszeit,

Euer Nils Heise, Bundesfreiwilligendienstleistender